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Interview mit Schlafexperte James McKenna

Warum sind Mütter immer müde, obwohl Babies doch 12-16 Stunden schlafen? Warum schlafen auf der ganzen Welt Eltern mit ihren Kindern in einem Bett oder in einem Raum, aber in den westlichen Industrienationen gilt es als gefährlich? Wann ist es gefährlich? Warum ist so wenig bekannt, dass das SIDS-Risiko sich verdoppelt, wenn ein Baby alleine in einem Raum schläft?

Diese und andere Fragen hat James McKenna beantwortet – er ist Direktor des Mutter-Kind-Schlaflabors an der Universität Notre Dame und forscht seit über zehn Jahren über Schlafarrangements für Mütter und Babies.
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Von James McKenna zu Meredith Small

Wir waren bei James McKenna – das war großartig. Ein mitreißender Professor, ein herzenswarmer Mensch und ein geübter Steptänzer, wir mir seine Studenten versicherten :). Ich hab alles aufgezeichnet
(außer das Steptanzen).

Jetzt sind wir zwei Meilen vor Ithaca und treffen nachher Meredith Small von Our Babies, Ourselves. Wir haben schon telefoniert, sie hat uns spontan zum Dinner eingeladen und ich kann vor Aufregung schon wieder nicht stillsitzen.

Was gut ist – wir müssen morgen den RV abgeben, der uns über 2000 Meilen weit durch Nordamerika getragen hat, und der will noch ausgeräumt und aufgeräumt werden.

Ach ja – windelfrei: Es ist wieder warm und daher ist das Kind wieder windelfrei, so gut wie 100%. Als wir jetzt gerade eine Woche Regen hatten, war er fast immer in Windeln oder Backups, Regen schlägt mir einfach auf die Windelfrei-Moral.

Und jetzt – Interview!! Ich kanns kaum erwarten. Gibt es einen „biologischen“ Weg? Wie stark spielt Kultur in die Infant Care der ersten 12 Monate hinein? Glaubt sie, dass es No-Gos gibt oder ist es alles total kulturspezifisch? All das werden wir in ein paar Stunden wissen…

Meredith Small online

Ich habe eine schöne Zusammenfassung von M. Smalls Buch „Our Babies, Ourselves“ hier und einigen ihrer Ansichten zu Schulbesuch und Kinderkultur gefunden.

In fact, in parenting as in all human behaviors, the dictates of biology are often ignored, denied, or overridden for all sorts of social or cultural reasons. The way we bring up children, in fact, often reflects nmore about our soical history and our folkways and our traditions than what babies and children might need and expect.

Diskussion über Topffit

Die Experten streiten – wir sind dabei!

Zitat:

Die üblichen Verdächtigen argumentieren pro Topffit, hier als AITT abgekürzt:

An international study of 286 children who started toilet training during the first year of life revealed that over 90% showed elimination signals; mean completion ages for daytime dryness and bowel control were lower than 18 months, and no negative side effects were reported.7 Compared with Western toilet training (started around 2 years of age), stool toileting refusal in AITT drops from 22 to 12%.

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Co-Sleeping in Chicago

Wir sind in Chicago angekommen und treffen Montag Co-Sleeping-Forscher James McKenna zum Interview. Co-Sleeping? Und wie krieg ich das Kind wieder aus dem Bett? Ich darf zu dieser Gelegenheit www.familienbett.de zitieren (und empfehlen), die wiederum Dr. Sears übersetzt haben:

Frischgebackene Eltern sorgen sich oft darum, dass die Kinder sich so sehr an dass gemeinsame Schlafen gewöhnen, dass sie ihr Bett niemals mehr verlassen wollen würden. Ja, wenn man daran gewöhnt ist, erster Klasse zu schlafen, dann wird man sich nur wiederwillig herabstufen lassen. Genauso wie beim Abgewöhnen von der Brust, gewöhnen sich Kinder vom Bett ab (normalerweise mit ca 2 Jahren). Denken Sie daran, dass sleepsharing ein Arrangement ist, dass dafür gedacht ist, Babies Sicherheit zu geben. Die Zeit in Ihren Armen, an Ihrer Brust und in Ihrem Bett ist nur eine sehr kurze Zeit im gesamten Leben Ihres Kindes, dennoch werden die Erinnerungen an Liebe und Nähe ein Leben lang andauern.

Na denn – gute, wunderbare, cogesleepte Nacht allerseits :).

Besuch bei Laurie Boucke – Topffit

Wir waren da!

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Laurie Boucke hat uns empfangen in ihrem Haus in Lafayette. Wir haben ein kurzes, deutsches Interview gemacht, da Laurie ein wenig deutsch spricht und dann ein langes auf Englisch. Sie sagt: Ja, Teilzeit-Windelfrei ist okay, es ist ja schließlich Topffit (danke, Bettina!), es ist wichtig, entspannt zu bleiben, es ist toll für Väter!

Auszüge (MP3 und Video folgen):

Warum EC?
LB: Weil es möglich ist, weil es Spaß macht und weil es hygienischer ist! Es ist gut für die Babies, für die Eltern und für die Umwelt. Und es ist kein Sauberkeitstraining als solches, es geht in erster Linie um Kommunikation und um Teamwork mit deinem Baby.

Mit welcher inneren Haltung sollte man an EC herangehen?

LB: Es ist das Allerwichtigste, dass man mit einer entspannten Haltung an die Sache herangeht. Erwarten Sie nicht zuviel und versuchen Sie gar nicht erst, jedes Geschäft zu erwischen! EC is keine Sache von Alles- oder-Nichts. Es ist völlig okay, es Teilzeit zu machen.

Für wen eignet sich EC?

LB: EC ist für alle gut. Man kann soviel Zeit investieren, wie man eben hat. Der eine möchte vielleicht das Kind nur morgens abhalten, der andere auch nach dem Mittagsschlaf. Wenn man das regelmäßig macht, ist es ausreichend, damit die Kinder ihr Körpergefühl behalten. Jede Familie kann es so anpassen, wie es für sie am besten ist.

Und sie hat mich auf eine Website aufmerksam gemacht, auf der sie Informationen zum medizinischen Hintergrund sammelt.

Es ist nämlich, so sagte sie mir heute, überhaupt nicht medizinisch erwiesen, dass Kinder erst mit 2 Jahren merken, wenn sie mal müssen. Wir Topffit-Mütter erleben es jeden Tag anders, aber die gängige Meinung und Empfehlung lautet: Warten sie bis zum zweiten Geburtstag.

Auf der Website des „International Board for the Study, Research and Promotion of Assisted Infant Toilet Training“ können sich auch interessierte Kinderärzte, Hebammen oder Praxen registrieren lassen und entsprechende Informationen beziehen.

Und jetzt – ab ins Bett (wo unser weiterhin nachts windelfreies Kind bereits schlummert).