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Mütterteams in Aktion

Gestern waren wir beim Mütterteam im Prenzlauer Berg/Pankow zu Gast und es war beeindruckend. Vier Mütter, vier Babies. Eine Mama war kränkelnd, ihr Kind leicht fiebrig, aber ausgerechnet sie hatte noch sooo viel zu tun.

Und da haben wir getan, worin Mütterteams einfach unschlagbar sind: immer zwei Mamas haben auf die Kinder aufgepasst und die zwei andern haben Fenster geputzt, Wäsche aufgehangen, gekocht, aufgeräumt und die Spülmaschine geleert und befüllt. Und nebenbei haben wir geratscht, gesungen, Kuchen gegessen, Tipps ausgetauscht.

Großartig. Wahlverwandtschaften, Großfamilienersatz, Dschungel-Kinder? Alles das und noch mehr! Mütterteam rocks.

Ich war sehr glücklich dort.

Windelfrei – für wen eignet sich das?

Immer wieder taucht die Frage auf, für wen Windelfrei oder Abhalten von Babies sich eignet. Die pauschale Antwort lautet natürlich: Für alle. Aber das ist Marketing und genauso aussagekräftig wie: „Sport ist für alle gut“ oder „Gesunde Ernährung ist für jedermann“. Sport ist nur für Leute, die sich gerne bewegen wollen und gesunde Ernährung ist nicht nur nicht jedermanns Sache, sondern bedeutet auch für jeden etwas anderes.

Wie ist es also mit windelfrei? Woher weiß ich, ob sich das für mich eignet? Mein Vorschlag:

Machen Sie ein Gedankenspiel: Wenn ihr Baby eine rote Lampe hätte, die jedesmal leuchtet bevor es ein großes Geschäft macht, würden Sie es dann Abhalten, statt zu warten bis es seine Windel vollgemacht hat?

Wenn ihre Antwort Ja lautet, dann ist windelfrei etwas für Sie! Und jetzt kommt die gute Nachricht: Jedes Baby hat diese rote Lampe. Schauen Sie mal in unsere FAQ – da steht, wo sie sie finden :).

Und klar – dann hat man natürlich alle Vorteile, Effekte und vor allem Freiheiten, die man mit windelfrei eben so hat. Denn genau wie bei der gesunden Ernährung zeigt die Erfahrung, dass jede Familie ihre Art hat, wie oft und wie und wo und wann sie ihre Babies abhalten.

Lautet ihre Antwort Nein – dann wickeln Sie! (Und kommen Sie gerne wieder zu dieser Website, wenn Sauberwerden lange dauert, viel Geld in Windeln verschwindet oder ihr Baby immer wieder wund ist – vielleicht ist es später ja doch noch interessant für Sie).

Erwachsen auf Probe III – Auszüge

Das Familiennetzwerk durfte zum Screening erster Folgen der Serie für Verbandsvertreter und Journalisten. Entgegen dem Interview im Stern sind demnach die Eltern nicht immer greifbar gewesen, waren außer Sichtweite ihrer Babies (und in einem beschriebenen Fall sogar einkaufen in der Stadt) und haben bei weinendem Baby nicht eingegriffen. Ich zitiere die Website, auf der eine der Episoden nachskizziert ist (hier).

Zitat:

Theresa ist bei Probevater Mario, ihre echte Mutter beobachtet die Szene. Baby Theresa schaut stumm und ernst (und am Schnuller nuckelnd). Mario spicht mit dem Baby. (Kommentar: auffällig ist, Theresa reagiert überhaupt nicht und vermeidet jeden Blickkontakt mit ihm). Nächste Einstellung: Theresas echte Mutter kommt draußen auf der Straße zu den Probeeltern ihrer Tochter dazu, die Baby Theresa gerade im Buggy fahren. Theresa weint sofort los und streckt die Hände nach ihrer Mutter aus. Die beachtet ihr Kind nicht. Sie sagt im anschließenden Interview, dass sie fände, dass man den Probevater Mario eigentlich nicht mit dem Kind alleine lassen kann.
(…)

Nächste Szene Haus: Probemutter Tamara hütet Lasse, „der schreit und schreit“ (O-Ton). Seine echte Mutter beobachtet dies am Monitor ohne erkennbare Regung, sie sagt, dass sie “glaube, dass es Probleme” gebe, «weil die Probemutter zu zurückhaltend“ sei, das habe ihr Kind verunsichert: „Der spürt das einfach“.

Topffit-Telepathie II

Komisch, da blogge ich mal wieder – Danke für die Schubkraft, Nic!! – und dann auch noch über das Thema der Zeichen, Signale, und da vergesse ich eines der Wichtigsten, die Intuition! Da fühlte sich die Intuition zu Recht unter Wert verkauft und gab daher noch einmal eine wunderschöne Vorstellung zum Besten:

Ich sitze vor unserem Apfel am Fenster, schaue Gedankenverloren über den Bildschirm hinweg in die dalmatinische Bergwelt, da kommt mein „unten ohne“ „Affenbaby“ herangekrabbelt, zieht sich energisch empor, lässt sich auf den Schoß setzen, reisst mir mein Top vom Leib (im Ernst, so sieht das mittlerweile aus bei uns, ich wollte das nie, aber das ist unser Alltag…), geniesst ihre Mahlzeit, ich reisse mich von der Bergwelt los, um zu kuscheln, und spüre plötzlich wie’s im Schritt feucht-warm wird.

„Ach Mist“, denke ich, „das ist doch noch gar nicht wieder dran, sie hat doch erst vor ’ner halben Stunde…“ Und ich dachte, ich müsste meine gerade getätigten Blogeinträge Lügen strafen (von wegen 3-4 Pipis/Tag), da bescheinigt mir ein Griff in den Schritt, dass da noch alles trocken ist. Aber etwas in mir kommt doch nicht zur Ruhe, und so setzen wir uns doch noch mal kurz an den Asiatopf und siehe da: pssssssssss….. -> Topf gefüllt!

Wunderschön, dieses Gefühl! Irgendwie archaisch. Wie die Berge vor meinen Augen…

Goldene Regel

Nach wie vor muss ich sie mir immer wieder mühsam ins Gedächtnis rufen, die Goldene Regel:

Wenn sie sich sträuben, müssen sie auch nicht!!!

Ich muss es mir immer wieder sagen, auch wenn ich es mal wieder nicht glauben kann, dass sie zB eine Zugfahrt von München nach Berlin mit nur 1x pieseln zu Beginn der Reise übersteht.

Oder dass sie einen ganzen Tag lang letztlich nur 3 oder 4 mal muss.

Auch, dass sie nachts nur noch 2 Mal pieselt. Bei uns meist gegen 23Uhr und gegen 5Uhr. Die restlichen Stillsessions dazwischen mache ich mittlerweile im Liegen.

Und auch nach dem Aufwachen muss sie nicht mehr. Oft muss sie erst wieder ein oder zwei Stunden später.

Mein herzlichster Tip an alle: Vertraut Euren Kinder auch in Sachen Ausscheidungen. Auch wenn unsere Tochter wenig Zeichen von sich gibt, so zeigt sie (fast) immer genau, dass sie jetzt gerade NICHT muss, und das ist doch auch schon ganz schön viel!

Zwergensprache?

Immer wieder werde ich gefragt: „Und das zeigt sie Ihnen an, dass sie muss? Wie denn?“

Ja, das frage ich mich auch des öfteren. Wenn ich mal so drüber nachdenke, dann finde ich kaum mehr Anzeichen. Meistens sind es meine Angebote, die sie wahrnimmt – oder eben auch vehement im wahrsten Sinne des Wortes ausschlägt.

Manchmal ist sie plötzlich ganz unruhig, will immer wieder zu mir, ich lenke sie mit einem Spielzeug ab, weil ich unbedingt noch etwas beenden will, sie insistiert, und schliesslich begreife ich, dass sie mir etwas damit sagen will. Sie ist echt tapfer dabei, wartet brav bis ich ihr endlich die Möglichkeit zum pieseln gebe.

Im Wesentlichen hat sie wohl durch die vielen Monate, die wir das schon machen, gelernt, dass sie auf unseren Schlüssellaut hin (psssssssssss) locker lassen kann, und ansonsten eben physiologisch ihren Blaseninhalt zusammenhält. Was die meisten Kinder ja mühsam mit 2/3 Jahren erst lernen.

Seit Monaten mache ich ausserdem das Pipi-Zeichen aus der Zwergensprache, ich weiss nicht, ob sie etwas damit verbindet, sie selber macht noch keine Anstalten, irgendetwas mit Zeichensprache zu vermitteln – ausser dem deutlichen Griff ans T-shirt, welches energisch heruntergezogen wird 🙂 Aber ich werde das weiter anbieten, und vielleicht werden dann ihre Signale irgendwann eindeutiger.

Über die 11 Monate EC hatten wir folgende Signale: ein schriller Schrei, unruhiges Hin-und Herwälzen, Versonnener Blick nach Innen (dann meist zu spät, oder noch zum Teil in ein Gefäß platziert), angekrabbelt kommen und dabei insistierend meckern (bis heute das zuverlässigste Zeichen).
Aber vor allem: lange Strecken ohne irgendwelche Signale!!!! Das mal so nebenbei, damit Ihr nicht denkt, bei uns herrsche die totale Kommunikation, weil ja EC und so…..

🙂

Splitpants ade – Willkommen bei C&A

oder

Warum Mädchen auch im Stehen pieseln dürfen sollten

Wir sind seit mehr als zwei Monaten eigentlich wieder in einem Abhaltestreik. Ich war erst super frustriert, aber dann habe ich einfach das Pieseln im Stehen ausprobiert. Und siehe da, damit war es kein Problem.

Allerdings haben sich damit auch die Splitpants erübrig. Sie will eigentlich immer Boden unter den Füßen spüren. Manchmal kann ich sie durch leichte Manipulation doch beim Abhalten zum pieseln bringen indem ich ihre Füße gegen irgendetwas stemme. Aber wenn wir in öffentlichen Toiletten zugange sind, habe ich zu oft die Erfahrung gemacht, dass die Sensoren am Waschbecken dabei angehen, und wir zwar erfolgreich pieselten, aber trotzdem ganz nass wurden, weil der Wasserhahn ansprang….
Eine Zeitlang half auch ein leichtes Ablenkmanöver wie irgendetwas zum Erkunden in die Hand geben, damit sie sich entspannte.

Aber am besten läuft’s einfach nackert im Stehen, die schicken babylegs müssen wir halt immer wieder an und ausziehen, die schicken Lederschuhe auch. Aber manchmal, ja manchmal wenn ich doch zu faul dazu bin zeigt sie, dass sie ein ganzer Kerl sein kann, hihi 🙂 Ob es allerdings zum „Über’s-Werbeplakat-Hinweg-Wettpieseln“ reicht, muss die Zukunft noch zeigen 😉

Somit besteht unsere favorisierte Austattung derzeit aus Folgendem:

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Eine kleine Unterhose. Nach langem Suchen und Erforschen bin ich bei den Unterhosen von C&A gelandet, und zwar in der Größe 92. Das sind die ersten, die man ohne Windel tragen kann, und sie sind deutlich kleiner als Größe 74 mit Windelpassform. Gibt’s im 7-er-Pack für ca 7€. Sie sind auch kleiner als die 86 von Ernstings family. Wir haben allerdings ein gedeihfreudiges Stillbaby. Ich weiss nicht, wie sie an den ganz zarten Kindern säße, aber sicher auch ausreichend gut.

– und hinein kommt für die Sicherheit eine Damenbinde von Camelia. Die enthält nicht die ganzen Erdölverbindungen der Windel, ist für ein Pipi aber total dicht, hat allerdings die typische Plastikschicht unten. Das kann ich allerdings tolerieren, wenn ich die Sicherheit brauche. Atmen darf ihr Po eh schon ziemlich viel.

– Ein oder zwei Ersatzbinden für unterwegs. Die passen sogar in die Manduca-Kapuzentasche 🙂