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Artgerecht Schwanger – wie geht das?

Dana hat heute eine interessante Frage gestellt:

„Umgang mit Schwangeren in Natur- und Urvölkern. Machen sie weiter wie bisher? Haben sie Schonzeit? Wie werden sie behandelt, was wird ihnen zugemutet? Wie sehr beziehen sie sich auf das Ungeborene? Hast du dazu Informationen?“

Ich hab keine – ich hab mich bisher kaum damit beschäftigt. Weiß jemand von euch mehr?

Montags-Mantra: Wärmen, Leeren, Kühlen

Heute ein Mantra für alle, die gerade an einem Milchstau oder einer Brustentzündung laborieren:

Wärmen, Leeren, Kühlen.

Ein Milchstau kündigt sich an mit einer schmerzenden, teilweise angeschwollenen Brust. Manchmal bilden sich harte Stellen oder Bereiche. Druckempfindlich. Anlegen ist unangenehm, doch je leerer die Brust wird, desto besser ist es.

Das Mantra will sagen: Die schmerzende Seite erst sanft wärmen, z.B. mit einem Kirschkernkissen oder einer nicht zu warmen Wärmflasche. Dann leeren, also Baby anlegen und ausgiebig trinken lassen, auch wenns unangenehm ist. Anschließend diese Seite kühlen (damit sie nicht gleich wieder nach dem Saugreiz so übermotiviert Milch bildet).

Bei jedem Stillen an der betroffenen Seite diese drei Schritte wiederholen, bis die Milchmenge wieder so ist, wie sie sein soll. Allerdings bitte sanft kühlen! Keine Kühlpacks direkt auf die Brust! Lieber Quark oder ein kühles Handtuch o.ä. Und immer nachspüren, ob’s jetzt vielleicht mal reicht, damit ihr eure Milchproduktion nicht abwürgt.

Hintergrund: Beim Milchstau habt ihr mehr Milch, als getrunken wird. Diese Milch muss aus der Brust raus und niemand holt sie so effektiv wie euer Säugling. Das Problem: Durch den Saugreiz produziert die Brust gleich wieder neue Milch. Durch die Wärme helft ihr der Brust, die Milch gut abzugeben. Durch die Kühle hinterher drosselt ihr die Neuproduktion, damit sich die Milchmenge wieder einpendeln kann.

Wenn es trotzdem nicht besser wird, kontaktiert möglichst frühzeitig eine Stillberaterin (zu finden hier). Sie kann nochmal genauer sehen, wie es um euren Milchstau bestellt ist und was ihr tun könnt. So gut wie alle Stillprobleme lassen sich lösen oder sogar vermeiden, wenn man rechtzeitig Hilfe sucht.

Denn: Stillen ist erlernt, nicht angeboren.

Allen Betroffenen wünsche ich gute Besserung!

(Danke, Anne!)

Studie über Trennungsfamilien – Mitmacher gesucht!

Die LMU-München sucht Familien in Trennung für eine Studie – gerne weiterleiten!

Hallo Frau Schmidt,

unter der Leitung von Frau Prof. Sabine Walper, LMU München, führen wir derzeit eine längsschnittliche Studie zu Trennungs- und Scheidungsfamilien in ganz Deutschland durch. Es handelt sich dabei um eine Fragebogenstudie.

Ich selbst bin für die Projektkoordination zuständig und schreibe zudem an meiner Dissertation über
hochkonflikthafte Trennungsverläufe. Wir suchen für unsere Studie Eltern, die in Trennung / Scheidung leben. Teilnehmen können Paare, die zusammen gelebt haben bzw. verheiratet waren oder auch noch verheiratet sind. Die Entscheidung zur Trennung muss jedoch gefallen sein, unabhängig auch davon, ob das Paar noch zusammenlebt oder nicht. Außerdem muss das Paar mindestens ein Kind haben, welches unter 18 Jahren ist. Teilnehmen können auch Paare, bei denen die Trennung / Scheidung bereits länger zurückliegt.

Uns interessiert vor allem, was sich bei den Paaren im Laufe der Zeit verändert, wie z.B. das Konfliktniveau, die Kontakthäufigkeit zwischen Kind und getrennt lebendem Elternteil, Wohlbefinden und Zufriedenheit mit dem eigenen Leben nach der Trennung und vor allem auch die Gestaltung der elterlichen Sorge, der Umgangskontakte und damit u.U. einhergehenden gerichtlichen Verfahren. Es ist natürlich schön, wenn sowohl die Mutter als auch der Vater, also das Paar, an der Studie teilnimmt, es ist jedoch keine Voraussetzung.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie auf unsere Studie aufmerksam machen bzw.
diese E-Mail weiterleiten.

herzlichen Dank und viele Grüße

Eliane Retz

Eliane Retz M.A., Doktorandin
LMU München
Projekt „Familien nach Trennung“
Leopoldstr. 13, 80802 München
Email: familien-nach-trennung@edu.lmu.de

Artgerecht Treffen 11/12 – Nachlese

Das letzte Offene Artgerecht Treffen dieses Jahr im Veganz: News vom Artgerecht-Projekt, Vernetzung, eine fröhliche Runde, Windelfrei-Infos und wie immer spannende Diskussionen (und Ideen!) zu der Frage: Wie wollen wir eigentlich artgerecht leben?

runde

(natürlich mit ganz vielen Kindern, ich hab sie auf dem Foto nur aus Privatsphäre-Gründen rausgenommen)

mit den druckfrischen Infos für die Artgerecht Camps 2013:

leser
impressionen

mit lecker Suppe, wie immer:
suppeSuppe II

Und mit einer Urkunde für Christina, für ihre wunderbare Mitarbeit am Windelfrei-Blog, auch hier nochmal danke, danke danke:

urkunde

Meine Maus hat das halbe Treffen ganz entspannt verschlafen :):
schlafendes kind

Es war wunderschön, danke, dass ihr da wart!

Jetzt ist Winterpause mit Treffen im Veganz. Wir machen noch das Quartaltreffen am 15.12.2012, Infos dazu dann hier auf dem Blog! (oder rechts im Google-Kalender)

Es geht weiter mit den OATs ab Februar 2013 wieder jeden ersten Dienstag im Monat von 10-13 Uhr (ACHTUNG, veränderte ANFANGSZEIT!!) im Veranstaltungsraum des Veganz.

Montags-Mantra: Delete, Delegate, Record or do.

Die Inbox ist zu voll? Deine To-Do-Liste auch? Vielleicht hilft diese einfache Regel:

Löschen. Delegieren. Aufschreiben. Oder machen.

Und zwar in dieser Reihenfolge. Die meisten Dinge können wir einfach löschen – aus der Inbox oder von der inneren Liste.

Ja, es wäre schön, wenn mal jemand die Backopfenabdeckung abschrauben und innen säubern würde. Aber ist das lebensnotwendig? Verändert es unseren Alltag zum Besseren? Macht es die Kinder gesund und glücklich? Nein? Okay:

Löschen.

Ja, es wäre schön, wenn mal jemand Speisekammer aufräumen würde, bevor sie lebendig wird und in Form von kleinen Tierchen rausgekrabbelt kommt. Wer könnte das erledigen? Der Angetraute, die Oma, die Schwiegermutter, die beste Freundin? Auch andere Leute können Haltbarkeitsdaten lesen! Derartiges lässt sich wunderbar…

…delegieren.

Ja, es wäre schön, der Tante in Amerika mal wieder einen Brief zu schreiben. Schöne Idee. Macht alle glücklich – die Kinder, wenn sie mitschreiben dürfe, die Tante, das innere Gewissen. Okay, dann

aufschreiben und auf den Zettel schauen, wenn ein Zeitfenster und genug Energie da ist.

Ja, es wäre klasse, wenn heute Abend schon eine Suppe fertig wäre, wenn wir vom Spielplatz kommen. Keiner da, ders machen kann? Aufn Zettel schreiben macht nicht satt? Okay,

tu es – bereite es jetzt vor.

Du wirst heute Abend froh drum sein.

Löschen, Delegieren, Aufschreiben oder tun. Geht mal eure inneren Listen durch. Und mein Tipp: Löschen ist immer die favorisierte Lösung, auch dann bleibt noch genug zu tun.

OT: Kartoffelpäckchen u.a. – Behandlung bei Mittelohrentzündung

Eine Mittelohrentzündung ist – auch bei gestillten *seufz* – Kindern häufig.

„Die akute Mittelohrentzündung ist daher eine der häufigsten Erkrankungen im Kindesalter bis etwa zum 6. Lebensjahr. Der Krankheitsgipfel liegt zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat.“ (HNO-Ärzte im Netz).

Sehr uasführliches Für und Wider zu Antibiotika, Tropfen und Behandlung von MOE findet ihr im Patientenratgeber Mittelohrentzündung.

Eine MOE erkennt ihr daran, dass die Kinder Schmerzen haben, in weiter fortgeschrittenen Fällen läuft bereits Eiter aus dem Ohr. Wenn noch KEIN Eiter ausläuft, behelfen wir uns mit Kartoffelpäckchen oder Zwiebelpäckchen. Keine Ahnung, ob es wirklich hilft (statistisch gesehen heilen offenbar 80% aller MOEs sowieso ohne Behandlung aus), aber es lindert bei meinen Kindern die Schmerzen.

Das geht so: OT: Kartoffelpäckchen u.a. – Behandlung bei Mittelohrentzündung weiterlesen

Verlosung! Rohkostkalender für 2013 zu gewinnen

Das Windelfrei-Blog und der Rohkost-Online-Shop TheHealthyPlanet verlosen zwei Rohkostkalender 2013!fach die Preisfrage beantworten und bis zum 10.11.2012 einsenden!

Rohkostkalender

Die Kalender sind von Henning – ihr kennt ihn von den Artgerecht-Treffen! – erdacht und erstellt, mit selbst gekochten – sorry: gezauberten – Köstlichkeiten, aus eigenen Rezepten und mit eigenen Bildern – .

Die Preisfrage:
„Warum ist der Blendtec Total Blender kräftiger als der Vitamix TNC? “ Die Antwort findet ihr auf der Seite von HealthyPlanet hier.
Bitte schickt die richtige Antwort per Mail an service@thehealthyplanet.de bis zum 10.11.2012.

Der Shop auf Healthyplanet „lebt von der Überzeugung, dass vegane Ernährung, Rohkost, frisch gepresste Säfte und Smoothies einen jeden Menschen grundlegend verändern können und damit auch die Welt in der wir leben.“ – na, wenn das nicht zu Windelfrei passt :).

Viel Spass beim Gewinnen und rohkösteln,

Eure nic

Hebammen: Bundesregierung will helfen

Dies erreicht mich vom Verein „Hebammen für Deutschland„:

Betreff: Bundesregierung will Hebammen helfen

Beim heutigen Termin, der auf Initiative des Vereins „Hebammen für Deutschland e.V.“ im Rahmen des Bürgerdialogs stattfand, wurde zwischen Bundeskanzleramt und Hebammenverbänden ein konkreter Fahrplan vereinbart, wie die bedrückende wirtschaftliche Situation der Hebammen einer Lösung zugeführt werden soll.

Unter Moderation von Ronald Pofalla, Chef des Bundeskanzleramts, verständigten sich Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Familiienministerin Kristina Schröder mit den Hebammenverbänden auf die Einrichtung einer ministerienübergreifenden Arbeitsgruppe, die noch in diesem Jahr beginnen soll, grundlegende Vorschläge zu erarbeiten.

Als erstes will man sich, weil vordringlich, dem Thema „Berufshaftpflicht“ widmen und eine nachhaltige Lösung erarbeiten. Weitere Arbeitsschwerpunkte sollen unter anderem Fragen der Vergütung und der Ausbildung sein. Die Arbeitsgruppe soll sich aber auch mit übergreifenden Themen wie z.B. Versorgung der Bevölkerung mit Hebammenhilfe und Stärkung der Elternkompetenz bechäftigen.

Dem geplanten Arbeitskreis sollen neben der Hebammenseite Vertreter der Ministerien Gesundheit, Familie, Justiz, Finanzen, Arbeit und Soziales angehören, sowie das Bundeskanzleramt und der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft.

Nitya Runte, Vorsitzende der Initiative Hebammen für Deutschland: „Ich habe nach dem heutigen Gespräch die große Hoffnung, dass ein Durchbruch erzielt wurde und wir Hebammen zusammen mit der Politik zu tragfähigen Lösungen kommen werden.“

Arbeitsgruppe. Naja. Oder: Immerhin!!! Glas halb voll.

Montags-Mantra: Lobt einander! (Coming-Out)

Loben ist ja derzeit tooootal verpönt. „Du LOBST Dein Kind???“ werde ich gefragt, als ginge es um eine völlig überholte, schädliche Erziehungsmethode aus dem Mittelalter. Und es stehen ja meine eigenen Artikel bei urbia.de (Kinder richtig loben) und in der Süddeutschen Zeitung Online (Loben lernen) zur Frage, wie schäääädlich Lob sein kann. Aber wißt ihr was? Der Anti-Loben-Fundamentalismus, der daraus in einigen Kreisen gemacht wird, ist völlig unnötig.

Also hiermit mein öffentliches Coming-Out: Ja, ich lobe mein Kind! Und meinen Partner. Und meine Mutter. Und meinen Papa. Und meine Freunde. Und meinen Bäcker. Und den Buchhändler unten im Haus. Und die freundliche Verkäuferin im Bioladen. Und jeden, der sein Rad so anschließt, dass meins auch noch daneben passt.

Warum? Weil Lob auch gut sein kann.

Steht auch in meinen Artikeln. Es ist nämlich wichtig, WIE wir loben und WARUM. Schädlich ist es, soziales Verhalten durch Lob zu kontrollieren: „Jetzt sei ein braaaves Kind und teile die Spielsachen, braaaav, gut sooo.“ Schädlich ist es, ein Kind mit Lob zu erpressen: „Na klar schaffst Du das, das machst du doch sooo toll, los, kletter noch höher!“ Schädlich ist es, ein Kind mit Lob loswerden zu wollen: „Tolles Bild. Mal noch eins. Ich muss arbeiten.“

Ein aufrichtiges, konkretes, zielfreies Lob hingegen ist eine gute Sache. „WOW! Die Katze auf dem Bild kann man richtig gut erkennen! Das gefällt mir total gut!“

Und auch sonst tut es in meinem Umfeld ALLEN Menschen gut zu hören, was an ihnen gut ist (zumindest in unserer Kultur, in der wir derzeit aufwachsen und leben.).

Ich mag deine aufrichtige Art. Ich bin dankbar dafür, dass Du mir so aufmerksam zuhörst. Ich freue mich jedes Mal, wenn Du Gitarre spielst. Ich liebe deine Linzer Torte. Ich bin so froh, dass ich Dich immer anrufen kann. Es tut so gut, dass du mir klar sagst, wenn ich auf dem Holzweg bin…

Ihr seid so aufmerksame, kommunikative, kluge Blogleser – ich bin unsagbar glücklich, dass ihr da seid.