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Nachlese zum ersten Artgerecht-Treffen in Hamburg

Nachlese zum offen Artgerecht Treffen in Hamburg

Wir waren eine lustige Runde von fünf Mamas und vier Babies, davon drei Mädchen und ein Junge aus dem Hamburger Süden und Osten. Das Treffen hatte was von einem Blind Date, wir wussten alle nicht genau was uns erwartet und waren gespannt, wer kommt.

Nach einer losen Vorstellungsrunde versorgten sich einige mit Kaffee und Tee und wir sprachen über das Stillen a) in der Öffentlichkeit insbesondere in Bus und Bahn, b) Rücksichtnahme und Umsicht bzgl. fremder Kulturen und c) Akzeptanz im Allgemeinen.
Über windelfrei haben wir weniger gesprochen, es wurde einfach praktiziert mit unterschiedlichen Backup Varianten und life Demonstration. 
Nachdem alle Kinder ein kurzes Schläfchen gehalten hatten, waren die 2 Stunden leider schon viel zu schnell vorbei, so dass wir beschlossen das schöne Wetter noch für einen kleinen Spaziergang zu nutzen. Die Herbstsonne lachte und so gaben wir bestimmt ein lustiges Bild.

Es war sehr schön, vielen Dank, dass Ihr da wart. Ich freue mich auf den 4.12. und habe schon ein paar Fragen gesammelt. Bringt gern Themen mit, die Euch beschäftigen.

Jana

 

Kleines eMail-Interview mit "schick gewickelt"

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Ich habe ehrlich gesagt, habe ich noch nie wirklich Stoffwindeln – außer die Mullwindeln – in der Hand gehabt. Somit stehe ich hilflos vor dieser mittlerweile gefühlt riesigen Auswahl Stoffwindeln und Stoffwindelnsystemen. Doch zum Glück gibt es im WorldWideWeb inzwischen Stoffwindel-begeisterte Eltern, die darüber bloggen. Zwei von ihnen sind Thu und ihr Mann von schick gewickelt. Thu stand mir per eMail Frage und Antwort:

schick gewickelt Kleines eMail-Interview mit "schick gewickelt" weiterlesen

Windelfrei im Winter

Donnerstagsserie – Irgendwo zwischen Windelfrei und Wegwerfwindel

Unser Babykind kommt in der kalten Jahreszeit, somit müssen wir uns auch Gedanken über Möglichkeiten machen, wie wir es dann gegebenenfalls draußen abhalten können.

Auf dem amerikanischen Blog von Andrea Olson „EC Simplified“ fand ich eine schöne Übersicht: Dressing baby for cold weather pottying / Keeping baby warm for EC. Hier ein paar Auszüge daraus:

Das Einmaleins für Windelfrei/EC im Winter

  • Die jüngeren Babys brauchen Zuhause und auch draußen stets eine Kleidungsschicht mehr als ein Erwachsener.
  • Die Wohnung / das Haus lieber mehr heizen als sonst.
  • Bereite Dich auf kaltes Wetter vor und habe leicht an- und ausziehbare Kleidung parat.
  • Nicht vergessen, man braucht für Windelfrei nicht bis zum Ende des Winters zu warten. – Eskimos tun es – sie halten den Iglu warm und schütten das Pipi vor die Tür.

Hier ist ein Beispiel für die Schichtung der Babykleidung

  1. Ziehe Deinem Baby lange Socken und BabyLegs an.
  2. Ziehe darüber Splitpants oder Chaps [Splitpants mit weiterem Ausschnitt im Schritt, die an Cowboyüberhosen erinnern].
  3. Lege nun ein Prefold ein- oder zweimal gefaltet zwischen die Beine Deines Babys und ziehe darüber (a) eine Windelüberhose oder (b) befestige das Prefold mit einem Windelgürtel [Windelfrei-Bauchband].
  4. Ziehe Dein Baby oben rum warm mit einem langen T-Shirt, Kleid, Pullover, was auch immer Du am besten findest, an.
  5. Vergiss das Köpfchen nicht. Babys verlieren 80% ihrer Wärme über den Kopf.
  6. Trage Deine Baby eng am Körper in einer Tragehilfe, wenn Du draußen oder in einem kalten Haus unterwegs bist. Deine Körperwärme wird Dein Kind warm halten.

Abhalten draußen

  • Wenn Du draußen abhalten musst, nutze die klassische Abhaltepostion, wobei Du die Hockposition einnimmst. Dein Baby wird somit durch Deine Oberschenkel vor dem Wind geschützt.
  • Nutze auch das Töpfchen im Auto oder öffentliche Toiletten. Dein Baby wird Dir für die zusätzliche Wärme danken.

Lies auch hier:
Windelfrei im Winter – Bericht nach fünf Monaten Abhalten

Windelfrei im Winter – Overall und mehr im Video

Windelfrei im Winter – Abhalteoverall!

Windelfrei in Vietnam

Über einen kleinen Windelfrei-Bericht aus Vietnam bin ich über schick gewickelt gestoßen:

… Viele von ihnen können noch nicht einmal sprechen, aber ihren Eltern schon Zeichen geben, wenn sie aufs Klo müssen. Anschließend tragen die Eltern sie vor die Tür, lassen sie ihr Geschäft verrichten, und fertig. …

Zwei Tage später erklärte ein anderer Bekannter seine Verwunderung über die vietnamesische Baby-Mode. Die besteht nämlich bei vielen Kindern, die man auf der Straße oder auf den Feldern so sieht, aus einem Kleidungsstück, das man „Hose mit Loch” beschreiben könnte. …

Zur Beruhigung aller deutschen Mütter darf hier also verkündet werden: Vietnamesische Kinder können nicht schon mit wenigen Wochen voraussagen, wann sie müssen. Aber sie sind mit Hilfe von alten vietnamesischen Großmutterweisheiten auf gewisse Rhythmen konditioniert worden, und geben vermutlich auch unbewusst Signale an die Mutter ab. …

Wäre es ist nicht klasse, wenn jeder eine Oma im Hintergrund hätte, die top(f)fit in Sachen Windelfrei wäre?!

Lies auch hier: Vietnam: Windelfrei-Bericht

Eltern als Anwälte für die Gesundheit ihrer Kinder

Als ich am Anfang dieses Jahres als Studentin in der Kinderklinik für 4 Monate mein Wissen praktisch vertiefen durfte, war ich oft erstaunt, warum Eltern mit ihrem kranken Kind häufig direkt in die Rettungsstelle kommen und zum Teil auch aufgenommen werden. Dabei handelte es sich nicht selten in meinen Augen um „banale“ Erkrankungen, mit denen ich mit meiner Tochter nicht in die stationäre Behandlung gegangen wäre. Ein Oberarzt erklärte mir die Misere folgerndermaßen: Heutzutage leben viele Eltern mit ihrem Kind isoliert in Kleinstfamilien und oft auch noch fernab von den Großeltern und Tanten. Somit fehlt ihnen zum einen die Erfahrung mit kranken Kindern und zum anderen die erfahrene und beratende Oma an ihrer Seite, um die Krankheit des Kindes besser einzuschätzen. Dieser Umstand macht Eltern hilflos und überfordert, wenn ihr Kind fiebernd in ihren Armen liegt.

Genau dort greift das Buch von Herbert Renz-Polster, Nicole Menche und Arne Schäffler ein:

Gesundheit für Kinder: Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln: Moderne Medizin – Naturheilverfahren – Selbsthilfe

Es ersetzt zwar nicht das kompetente soziale Netz, aber es ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Nachschlagewerk für Eltern, welches Kindergesundheit im Allgemeinen sowie Schul- und Komplementärmedizin recht unkompliziert beschreibt und Eltern anregt Experten für ihr eigenes Kind zu werden, damit es gesund aufwachsen kann. Nebenbei erinnert es zwischen den Zeilen sehr an „Kinder verstehen“ von Renz-Polster.

Auszüge aus dem Buch findet man auch online unter: Gesundheit für Kinder.

P.S.: In knapp 6 Wochen ist Weihnachten. Vielleicht wäre das Buch vielleicht ein Geschenk, welches unterm Weihnachtsbaum liegen könnte?
P.P.S.: Ich habe dieses Buch auch schon mal als Geschenk zur Geburt mitgebracht.

Ökotest – Stoffwindeln versus Wegwerfwindeln

Ökotest hat auf meine eMail geantwortet und mich auf ihren aktuellen Ökotest-Artikel aus dem Heft Spezial Mein Baby, welches am 12. Oktober 2012 erschienen ist, verwiesen:

Windeln und wickeln – In die Tonne oder waschen?

Hier ein kleiner Auszug daraus:

Wickeln mit Wegwerfwindeln geht ruck, zuck. Allerdings entsteht im Laufe der ersten Jahre viel Abfall. Stoffwindeln kommen immer wieder zum Einsatz, verbrauchen aber beim ständigen Waschen Energie und Wasser. Die Umweltbilanz taugt daher kaum als Entscheidungshilfe.
Rund 90 Prozent der Eltern entscheiden sich heutzutage für Wegwerfwindeln. Doch wer mit Pampers und Co. wickelt, weiß: Einwegwindeln verbrauchen Holz, Energie und Wasser bei der Herstellung und produzieren Berge von Restmüll. Pro Wickelkind entsteht ein Müllhaufen von rund 2.500 Litern Volumen oder 2,5 Kubikmetern dicht gepacktem Windelmüll. Der Windelanteil im Hausmüll wird auf zwei bis drei Prozent geschätzt – eine ganze Menge. Auch mit Bio-Wegwerfwindeln können junge Eltern ihr ökologisches Gewissen nicht wirklich beruhigen. Sie bestehen nur zum Teil aus Rohstoffen, die biologisch abbaubar sind. Außerdem landet am Ende meist doch die ganze Windel in der Müllverbrennung – laut gesetzlicher Bestimmung dürfen gebrauchte Windeln wegen der Fäkalien nicht in die Bio-Tonne geworfen werden.
Stoffwindeln dagegen verbrauchen zwar weniger Ressourcen bei der Herstellung, weil sie langlebiger sind und wiederverwendet werden – und sie ergeben auch deutlich weniger Müll -, dafür kosten sie aber mehr Energie, Wasser und Waschmittel in der Reinigung. Eine unabhängig erstellte Öko-Bilanz für beide Systeme gibt es laut Umweltbundesamt für Deutschland bis heute nicht. Die Wahl der Windel ist also letztlich eine Frage der Weltanschauung.
Wer sich vor der Geburt seines Kindes nicht entscheiden möchte, besorgt am besten eine Packung kleine Wegwerfwindeln und leiht die Stoffwindeln bei Freunden und Familie aus. Manche Hersteller von Stoffwindeln geben eine Geld-zurück-Garantie, sodass man zumindest ein Modell testen kann. Manche Kinder vertragen Stoffwindeln besser, bei anderen ist es die Papierwindel. Hier hilft nur eines: ausprobieren.

Im Artikel findet man eine Auflistung und Gegenüberstellung von Windelsytemen über Wegwerfwindel zu verschiedenen Stoffwindeln sowie einen Hinweis zu Windeldiensten. Ich finde es ganz nett gemacht. Man bekommt einen ersten guten Überblick, was es so alles gibt und dazu den Vergleich in Sachen Material, Preis, Aufwand, Vorteile und Nachteile.

Wen das also auch interessiert, geht in den nächsten gut sortierten Zeitschriftenladen oder kauft sich das Heft als ePaper.